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Vorschlag zum pvm-Projekt:


Qt (http://www.troll.no) ist ein komplett objekt-orientiertes Framework um 
Applikationen in C++ zu entwickeln.
Es bietet nicht nur graphische Objekte (Widgets) wie QPushButton, QLineEdit etc
sondern auch Basisobjekte wie Listen, Iteratoren, Bit-Arrays, Fileobjekte,
Verzeichnisobjekte sowie dictionaries etc.

Zusaetzlich bietet Qt ein Eventhandling auf SLOT/SIGNAL-Basis, welches es
auf einfachste Art und Weise ermoeglicht, eigene Methoden (SLOTS) eines 
Objektes mit Signalen von anderen Objekten zu verknuepfen.

Einfachstes Beispiel ist zB ein QPushButton, der das Signal clicked()
ausloest, welches per 
   connect(myBtn,SIGNAL( clicked() ), this, SLOT ( myHandler() );
myHandler() einfach ausfuehrt.

QT wird als Basis fuer die Entwicklung des KDE-Projektes (http://www.kde.org)
eingesetzt und erfreut sich somit groszer Beliebtheit.

Ausserdem ist QT fuer die meisten Unices und fuer Windows erhaeltlich, wobei es
fuer UNIX fuer den privaten/universitaeren Gebrauch gratis erhaeltlich ist.

Meine Idee waere es nun, fuer PVM einen Object-Wrapper in C++ zu schreiben,
der eine einfache (objektorientierte) verteilte Programmierung ermoeglicht.

Es sollten auch die speziellen Features von Qt (SLOTS/SIGNALS) fuer den Empfang
von Datenpaketen zum Einsatz kommen.
Dh es werden SLOTS fuer gewisse msgids installiert, die bei entsprechenden
Paketen aufgerufen werden und diese Pakete dann verarbeiten.

Durch den objektorientierten Ansatz waere auch das Versenden/Empfangen von
Quasi-Objekten (mit entsprechenden dumping-Methoden) moeglich.
Damit kann man echte Kopien von Objekten auf verschiedenen Rechnern erzeugen.
Natuerlich will ich dies nicht bis zur Objektkommunikation (RMI) treiben,
doch laesst es sich mit Objekten einfach netter programmieren als mit structs! 
:)

Als feasibility-Study muesste natuerlich diese Klasse(nhierarchie) in einem
parallelisierten Beispiel zum Einsatz kommen. Dies waere zum Beispiel der
Split-Part + Local Join in DBMS-Bereich oder auch ein paralleler Brute-Force
Passwd-cracker auf Unix-crypt()-Basis.


1998 Michael Kropfberger <mkropfbe@edu.uni-klu.ac.at>
